Alpaka-Infos

Kraichgau-Alpakas

Die Ruhe in der Natur

Was man über uns wissen sollte:

Wie Sie bestimmt schon wissen, sind wir mit den Kamelen verwandt. Unsere Überordnung heißt Laurasiatheria, die Ordnung Paarhufer (Artiodactyla) und die Unterordnung sind die Schwielensohler (Tylopoda). Genauer gesagt zählen wir zur Familie der Kamele. Unsere Gattung sind die Lamas und erst dann kommt unsere Art "Alpaka" ins Spiel. Wissenschaftlich nennt man uns Lama pacos.

Unser tolles Wesen wurde schon früh von den Inkas entdeckt. Dies ist etwa 5000 Jahre her und schon damals wurden wir als Wolllieferanten und leider auch Fleischlieferanten sehr geschätzt. Nach dem die Spanier uns an den Kragen wollten, konnten wir uns letztendlich in den Anden nützlich machen und halfen dort fleißig mit.

Mittlerweile sind wir voll auf dem Vormarsch! Viele Farmen haben sich darauf spezialisiert, tolle Exemplare von uns zu Züchten. Auch im Hobbybereich finden wir immer mehr Gefallen.

 

Nun zu unserer Haltung:

Wir sind sehr gesellige Tiere und deshalb wollen wir auch nicht allein gehalten werden. Mindestens zwei von uns ist ein Muss. Wir mögen es nicht, den ganzen Tag über im Stall stehen zu müssen. Bewegung muss sein! Genauso wie ein offener Stall, damit wir immer ins Freie können, wenn wir das wollen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, uns in Gruppen zu halten. Bewährt hat es sich, entweder nur Hengste oder nur Stuten zu halten, wobei Wallache in beiden Gruppen gehalten werden können. Laut Eures Gesetztes benötigen wir einen Unterstand der ca. 2,5qm pro Tier zu bieten hat. Er sollte von drei Seiten geschlossen sein. An den Boden stellen wir keine großen Anforderungen. Etwas Stroh auf einem Pflasterboden ist uns hierbei völlig ausreichend. Die Weide sollte für die ersten beiden von uns mindestens 1000qm groß sein. Für jeden weiteren Verwandten sollten nochmals 100qm hinzukommen. Euer Gesetz sagt auch, dass wir 0,08 Großvieheinheiten entsprechen. Wir behaupten allerding, dass wir mindesten tausendmal so cool sind wie eine Großvieh. Am besten ist es, wenn unsere Weide mit einem 1,3-1,5m hohen Zaun umgeben ist. Wir könnten zwar auch darüber locker springen, aber machen das natürlich nicht, da wir keine große Motivation haben die Weide zu verlasen. Immerhin gibt's da ja das beste Fressen:) Allerdings soll uns der Zaun auch vor Einbrechern schützen. Vor allem Hunde jagen uns ansonsten regelmäßig einen Schrecken ein.

Speisekarte:

Wie Ihr sicher wisst, sind wir Weidetiere. Und dementsprechend ernähren wir uns auch. Am liebsten haben wir natürlich das frische Gras von der Weide, allerdings sollte uns zum Ausgleich auch immer genügeng Heu zur Verfügung stehen. Etwas Kraftfutter zwischendurch ist kein Muss, aber wir nehmen es immer gerne an. Allerdings solltet Ihr uns nicht Mästen. Wie am Anfang schon einmal erwähnt, solltet Ihr es bitte ernst nehmen und uns nichts in unsere Weide schmeißen. Nur unser Herrchen weiß was für uns gut ist.